Dienstag, 25. August 2009
Das vierteljährliche Konjunktur- und Trendbarometer der IP mit den Themen Finanzkrise und Konsum/TV als Gemeinschaftserlebnis/Geringe Kaufabsicht für PVRs.
Aufgrund der allgegenwärtig diskutierten wirtschaftlichen Situation wurden die 14- bis 49-Jährigen im Rahmen der aktuellen IP Trendline erneut nach ihrer persönlichen finanziellen Situation gefragt. Das Ergebnis: Immer noch bleibt die Finanzkrise für die meisten Konsumenten abstrakt. Der Anteil derjenigen, deren persönliche Lage sich im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert hat, nahm zwar gegenüber der März-Erhebung von 35 Prozent auf 38 Prozent zu. Doch stuft mit 61 Prozent immer noch eine deutliche Mehrheit der Befragten ihre persönliche Situation als genauso gut oder sogar besser ein als im Vorjahr.
Das zeigt sich auch bei den Urlaubsplanungen: Zwar stieg der Anteil derjenigen, die angaben, dieses Jahr nicht in den Urlaub zu fahren, von 25 Prozent (2008) auf 28 Prozent und erreicht damit das höchste Niveau im 5-Jahres-Vergleich. Dies entspricht allerdings durchaus dem langjährigen Trend, denn mit Ausnahme des Jahres 2007 bleiben seit 2005 von Jahr zu Jahr immer mehr Deutsche im Urlaub zu Hause.
Der Anteile derer, die für den Urlaub gleich viel (28 Prozent) oder sogar mehr als im Vorjahr ausgeben (16%) liegt exakt auf dem Niveau von 2008. Am Urlaub sparen wollen 25 Prozent – ein deutlich geringerer Anteil als noch 2008 (29 Pozent). 58 Prozent derer, die an den Ausgaben für den Urlaub sparen wollen, geben an, häufiger mit dem Pkw zu verreisen oder nicht so weit weg in Urlaub zu fahren (ebenfalls 58 Prozent). Mehr als die Hälfte der Sparer (54 Prozent) setzt auf Last-Minute- oder Frühbucher-Angebote.
Fernsehen bleibt alltagsbestimmend
In der aktuellen IP Trendline wurden auch Einstellungen zum wichtigsten Hobby der Deutschen abgefragt. Das Ergebnis: 88 Prozent der 14- bis 49-jährigen Befragten würden Fernsehen nach wie vor als unverzichtbaren Begleiter im Alltag bezeichnen. 85 Prozent sind der Meinung, dass Fernsehen einen Großteil der Menschen fasziniert. Fernsehen übermittelt wichtige Ereignisse direkt in die heimischen vier Wände (87 Prozent Zustimmung), und 71 Prozent bestätigen, dass sie über das Fernsehen Einblicke in das Schicksal anderer Menschen erhalten. Mit 86 Prozent ist sich auch die große Mehrheit der Befragten einig: Fernsehen liefert Gesprächsstoff – über den eigentlichen Medienkontakt hinaus.
Das könnte auch eine Ursache dafür sein, dass Fernsehen für zwei Drittel der Befragten immer dann besonders attraktiv ist, wenn sie gemeinsam mit anderen bei einer Sendung mitfiebern können. Besonders beliebt ist gemeinschaftliches Fernsehen in der jüngeren Zielgruppe: Zuschauer unter 30 Jahren sehen deutlich öfter mit anderen Menschen gemeinsam fern und geben auch an, besonders viel Spaß dabei zu haben. Auch RTL Intensivseher, die mindestens vier– bis siebenmal pro Woche den Sender nutzen, schauen im Vergleich zum Durchschnitt häufiger mit anderen gemeinsam fern und haben ebenfalls mehr Freude daran.
Festplattenrekorder bleiben Nischenprodukte
Mittlerweile wissen rund zwei Drittel (68 Prozent) der 18– bis 49-Jährigen etwas mit den beiden Begriffen PVR oder Festplattenrekorder anzufangen. Dies ist eine deutliche Steigerung gegenüber 2008, als erst 55 Prozent diese Geräte kannten. Auf das konkrete Kaufinteresse scheint dieser Bekanntheitsanstieg jedoch wenig Einfluss zu haben: Unter denjenigen, die diese Geräte kennen, zeigten im März 2009 nur 6 Prozent Interesse an einer Anschaffung innerhalb der nächsten 6 Monate. Im Vorjahr betrug dieser Wert 8 Prozent.
Weitere Ergebnisse aus der IP Trendline stellen wir buchenden Kunden auf Anfrage gerne zur Verfügung.
| Titel | aktualisiert | Größe | Format |
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| IP Trendline - Mai 2009 | 04.08.2009 | 271 KB |