Dienstag, 10.05.2011
Jugend forsch / Medien im Alltag / Online-Kampagnen / Das ideale Kinderprogramm / Fernsehen prägt Kindheit / Pester-Power / Best Practices: Actimel & edding Funtastics / IP Intern: Tatjana Bohnen
Zitat
„Ein 6-Jähriger wird auch in Zukunft eher Fernsehen und sich weniger im Internet tummeln, als ein 13-Jähriger!“
Birgit Guth, Leiterin Medienforschung SUPER RTL, auf den Kinderwelten 2011
Liebe forschungsaffine Leserinnen und Leser,
„Wie man Kinderaugen leuchten lässt“ – dieses Motto lockte zur 12. Fachtagung Kinderwelten nach Köln in den Tanzbrunnen. Wir freuen uns, dass wir in diesem Jahr einen neuen Besucherrekord verzeichnen durften: über 400 Fachbesucher aus Mediaagenturen und werbungtreibenden Unternehmen kamen an den Rhein, um sich über neueste Trends und Ergebnisse aus dem Kindermarkt zu informieren.
In der Key Note ging es um Twittern & Co.: Hubertus von Lobenstein forderte die Mediaentscheider dazu auf, den Jugendlichen auf ihren Medienwegen zu folgen und neue kommunikative Chancen wahrzunehmen.
Dass die Kinder jedoch auch erst in die neue Welt der iPhones und iPads langsam hineinwachsen, zeigen aktuelle Nutzungsdaten, die Birgit Guth, Leiterin der Medienforschung bei SUPER RTL, vorstellte.
TV-Spots lassen Kinderaugen nicht nur leuchten, sondern sie wirken auch bis zum Point-of-Sale: Maren Boecker (MehrBlicke) und Dr. Kathrin Hilger (BrandScience, Research Spezialist im Netzwerk der OMD Germany) sind der Frage nachgegangen, inwieweit TV-Spots in der Lage sind, spätere Wunschäußerungen in der Einkaufssituation zum Positiven hin zu verändern. Klare Empfehlung der Forscherinnen: Auf mitreißende Elemente im Spot kommt es an und auf Argumentationen, die von den Kindern aufgegriffen werden können und die von den Eltern als amüsant oder logisch wahrgenommen werden.
Informative und unterhaltsame Einblicke in die Welt der Kreativen gaben aus Programmsicht Miles Bullough (Aardman), der Produzent von „Timmy, das Schäfchen“ sowie aus Werber-Sicht Thorsten Esch (Young & Rubicam) und Solveig Jacobs (edding) mit Sven Henrichs (dyrdee). Am Beispiel von Actimel und den edding Funtastics erfuhren die Zuhörer, wie detailliert die Welten, Charaktere und Stories in den jeweiligen TV-Spots ausgearbeitet wurden, um die Kinder auch wirklich in ihrer Welt zu erreichen und Wünsche auszulösen.
Alle Präsentationen können Sie auch als Video-Streams unter www.ip-deutschland.de/kinderwelten abrufen.
Wir wünschen Ihnen eine informative Lektüre dieser Sonderausgabe!
Cornelia Krebs
Abteilungsleiterin Werbewirkungsforschung