IP Deutschland

Akzeptanz von Bewegtbild-Angeboten im Web

Das „Digital-Barometer“, eine Kooperation von IP mit TNS Emnid und w&v, liefert aktuelle Daten zur Bekanntheit und Akzeptanz von TV-Inhalten in Online-Medien.


Die Repräsentativbefragung vom April 2008 zeigt: Die neuen technischen Zugangswege wie Handy-TV und IPTV sind mehr als der Hälfte der Deutschen in der werberelevanten Zielgruppe bekannt. Und auch unter Begriffen wie Video on Demand, Triple Play oder User Generated Content kann sich inzwischen immerhin jeder Zweite etwas vorstellen.
Dass die neuen Zugangsmöglichkeiten oder Angebotsformen die Sehgewohnheiten grundlegend verändern werden, glauben die meisten der Befragten aber nicht: So sind drei Viertel sicher, dass sie auch künftig zu den gleichen Tageszeiten fernsehen werden wie heute. Gleichzeitig interessieren sich aber auch 60 % dafür, künftig ihre Lieblingssendungen unabhängig vom Programmschema zu sehen. Der habitualisierte Nutzungsrahmen bleibt also erhalten, doch die Zuschauer gewinnen mehr Kontrolle über die Inhalte. Auf dem PC oder Laptop fernzusehen, können sich immerhin 42 % der Befragten grundsätzlich vorstellen.

TV-Inhalte sind im Internet in verschiedensten Formen verfügbar. Das Label „Bewegtbild“ vereint Spielfilme und redaktionelle Angebote zum Download oder als Live-Stream genauso wie User Generated Content. Letzterer erfreut sich großer Beliebtheit; drei Viertel der 14- bis 49-Jährigen kennen die entsprechenden Angebote. Die Möglichkeit, Spielfilme, Unterhaltungssendungen oder Serien im Internet zu sehen oder abzurufen ist 62 % aller Befragten bekannt. Unterschiede zwischen jüngeren (14-29 Jahre) und älteren Personen (30-49 Jahre) zeigen sich vorwiegend beim Thema User Generated Content. Insgesamt genießen aber alle Angebotsformen in der werberelevanten Zielgruppe hohe Bekanntheit.

Ganz anders stellt sich die Situation dar, wenn man die konkrete Nutzung betrachtet: Ein deutlich größerer Anteil der jüngeren Zielgruppe nutzt (passiv oder aktiv) Angebote aus dem Bereich User Generated Content (71 % vs. 44 %). Kleiner, aber stets vorhanden, ist der Vorsprung der Jüngeren bei den anderen Angebotsformen. Insgesamt betrachtet können sich die Anbieter von TV-Inhalten im Internet also rühmen, die jüngeren Zielgruppen hier besonders gut zu erreichen.

Viele Angebote mit TV-Inhalten im Internet sind ausschließlich werbefinanziert. Eine Strategie, die 71 % der Befragten in der jüngeren Zielgruppe akzeptieren (30- bis 49-Jährige: 44 %). Aber auch vom User finanzierte Angebote haben durchaus ihre Daseinsberechtigung: 37 % der 30- bis 49-Jährigen sind bereit, für TV-Inhalte im Web zu bezahlen – nur eine Minderheit der 14- bis 29-Jährigen (25 %) hält dies für die bessere Lösung.

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Digital-Barometer 05.05.2009 268 KB

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