IP Deutschland

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25. Oktober 2011

Konvergenzwährung TV/In-Stream bringt Vergleichbarkeit

Erfahren Sie hier, wie eine übergreifende Konvergenzwährung TV/In-Stream realisiert werden könnte und welche Vorteile sich für alle Marktpartner ergeben.


Marktstandards schaffen Transparenz

Endgeräteinnovationen, Contentvielfalt sowie Verbreitungs- und Nutzungsformen nehmen mit hoher Geschwindigkeit zu. Fernsehen findet auf allen Bildschirmen jeweils linear und nicht linear statt. Auf der einen Seite ist das die beste Ausgangslage für Kommunikation, denn alle Zielgruppen nutzen die Inhalte und sehen somit auch die Werbung. Um diese Tatsache für erfolgreiche Kommunikation nutzen zu können, braucht der Markt auf der anderen Seite neue, trennscharfe, zeitlos gültige Kriterien für die Neudefinition der Mediengattungen und deren Leistungsbewertung.

Konkret gibt es weitere Anforderungen: Neben Werterhalt und Qualitätsschutz von In-Stream-Inventar brauchen wir nicht zuletzt einen fairen und transparenten Leistungswettbewerb der Medien auf Basis vergleichbarer Kontaktdefinitionen. Damit verbunden sind übergreifende Leistungs- und Strukturinformationen für konvergente Angebote und Kampagnen, idealerweise als Marktstandard.

Martin Krapf, Geschäftsführer IP Deutschland: "Wenn Inhalte vom selben Absender kommen, auf unterschiedlichen Plattformen identisch sind und Umfelder für ähnliche Werbemittel bieten, brauchen wir für die Leistungsbewertung einheitliche Kriterien und eine neue, contentbasierte Werbemittelwährung. Dabei gilt es Standards zu entwickelt, die tragfähig und zukunftsfähig sind."

Soweit die Theorie – wie sieht die Praxis aus?

Ein solcher Marktstandard, finanziert durch Medien und Lizenznehmer, kann außerhalb der Gremien nicht definiert werden. Nur hier können die Interessen der Marktteilnehmer austariert und die methodische Grundlagenarbeit mit dem notwendigen Know-how durchgeführt werden. Dewegen wird das Thema ab sofort in den zuständigen Gremien vorangetrieben.

 

Gute Aussichten mit contentbasierter Währung


Content gibt Währungsgrenzen vor

Erfolgreiche Kampagnen brauchen gute Wirkungsvoraussetzungen, die je Content unterschiedlich sind. Eine Konvergenzwährung muss daher Gleiches mit Gleichem vergleichen und das berücksichtigen, indem sie von Contentkategorien (Video, Audio, Text/Bild) ausgeht.

"Wie TV" zu messen bedeutet nicht, das alles "wie TV" verkauft wird

Eine einheitliche Kontaktdefinition schafft Transparenz in der Nutzung und ermöglicht damit auf Kampagnenebene eine Kumulation von Kontakten. Wie und in welcher Form diese Kontakte angeboten werden, muss jedem Marktpartner freistehen und transparent sein.

Übergreifend einheitliche Kontaktdefinition auf Werbemittelbasis über alle Endgeräte

Werbespots in TV- und In-Stream-Content sollen unabhängig vom darstellenden Endgerät mess- und planbar gemacht werden. Dabei muss man sich am härtesten methodischen Ansatz orientieren, der verfügbar ist: der heutigen AGF-Währung.

Endgeräte spielen eine Rolle im Angebots-, nicht im Währungsmodell 

Bei der Erhebung der Kontakte ist es wichtig die Nutzung des Contents unabhängig von Endgeräten abzubilden. Bei der Buchung spielen technische Rahmenbedingungen (Auslieferung, Rückkanal, Screen-Größe) sowie Nutzungsverfassungen dagegen eine große Rolle, weswegen eine Differenzierung erhalten bleiben muss.

Pragmatische Umsetzung in den Gremien zum Marktstandard

Nur ein Marktstandard schafft Transparenz für alle. Um eine Datenquelle zu schaffen, die alle Endgeräte und Nutzungsformen von TV- und Bewegtbild-Content umfasst und valide und aktuell ausweisen kann, bedarf es von allen Marktpartnern Konsensbereitschaft und vor allem Pragmatismus.

 

Aktuelle Marktentwicklung


Für die Entwicklung eines solchen Standards werden wir uns als Vermarkter von TV- und Bewegtbild-Inhalten ab sofort aktiv in den Gremien einsetzen. Kunden und Agenturen müssen Wirkungsvoraussetzungen für Kampagnen bewerten können. Diese definieren sich nach der Art und Weise, wie Rezipienten den Inhalt nutzen: visuell, auditiv oder audiovisuell.

Für erfolgreiche Kampagnen ist und bleibt der Spot das mit Abstand stärkste Werbemittel zur Inszenierung und emotionalen Aufladung von Marken. Ohne sie kann es keinen effektiven Aufbau von Bekanntheit, Image, Markenpräferenzen und Kaufneigung in Massenmärkten geben. Der entsprechende TV- und Bewegtbild-Content konzentriert die Aufmerksamkeit des Zuschauers auf diese Werbeform und liefert damit hohes Involvement. Eine contentbasierte Werbemittelwährung mit einheitlicher Kontaktdefinition schafft dann über alle Nutzungsformen hinweg transparente und belastbare Informationen über deren Nutzerschaft.

Die Erweiterung der Kriterien der etablierten harten TV-Währung auf alle Endgeräte und Nutzungsformen innerhalb der Contentkategorie bedeutet dabei nicht, dass jegliche Nutzung der linearen TV-Reichweite zugerechnet wird. Wichtig ist: Jedes Endgerät und jede Nutzungsform hat spezifische Eigenschaften, die in einem Angebotsmodell modular abgebildet sein sollten. Das einzig verbindende Element ist die der Planung zugrunde liegende einheitliche Kontaktdefinition.

 

Contentbasierte Werbemittelwährung über alle Medien


Wichtig ist aus unserer Sicht eine möglichst umfassende Abdeckung von jeglichem Bewegtbild-Content aller Anbieter in jeder Verbreitungsform und Länge. Das würde den besten Leistungsvergleich über den gesamten Markt ermöglichen. Für die Ermittlung dieser Daten erscheint die Implementierung eines zusätzlichen Panels am sinnvollsten, das ergänzend zum bestehenden TV-Panel die Daten zur nicht linearen Nutzung erhebt. So ist sichergestellt, dass die harte TV-Währung erhalten bleibt und gleichzeitig Kontaktüberschneidungen ermittelt werden können.

Die Konvergenzwährung für TV/In-Stream orientiert sich dabei an den methodischen Vorgaben und Maßstäben der aktuellen Währung, eine Definition innerhalb der AGF ist demnach unerlässlich.

 
Titel aktualisiert Größe Format
Vorschlag Konvergenzwährung TV / In-Stream 14.10.2011 275 KB

Echte Vergleichbarkeit von Werbemittelkontakten


Mit einer Konvergenzwährung für TV/In-Stream würden die vermeintlichen Nachteile der Fragmentierung zu Vorteilen: Steigende Contentnutzung jeglicher Zielgruppen, hohes Interesse für mobile Bildschirme und technologisch hochwertige Endgeräte im Wohnzimmer – all diese Faktoren würden übergreifend in den bestehenden Tools planbar.

Dabei ermöglicht die saubere Contentabgrenzung eine echte Vergleichbarkeit von Werbemittelkontakten. Die bestehende TV-Währung wird erweitert und nicht grundsätzlich verändert. Eine so entstehende contentbasierte Werbemittelwährung wäre perspektivisch auch in eine umfassende Intermediadatei fusionierbar.

 

Konvergenzwährung einfach erklärt


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